Unterstützte Kommunikation in Werlte

Informationen zur Unterstützung

Jeder Mensch hat das Bedürfnis, mit anderen in Kontakt zu sein und sich mitzuteilen. Wenn Lautsprache allein nicht ausreicht, kann Unterstützte Kommunikation (UK) neue Wege zur Verständigung eröffnen. In unserer Praxis in Werlte gehen wir von den vorhandenen Fähigkeiten einer Person aus und suchen gemeinsam nach Möglichkeiten, die zu ihr und ihrem Alltag passen.

Ziele der Unterstützten Kommunikation

Die Unterstützung richtet sich nach den Möglichkeiten und Zielen des einzelnen Menschen. Vorhandene Ausdrucksformen bleiben wichtig und können durch weitere Kommunikationswege ergänzt werden. So schaffen wir Möglichkeiten, sich im Alltag verständlicher mitzuteilen und Entscheidungen mitzugestalten.

Kommunikation ist mehr als Sprechen

Gebärden, Gegenstände und grafische Symbole können helfen, Mitteilungen zu verstehen und selbst etwas auszudrücken. Auch einfache Tasten mit Sprachausgabe, sogenannte Buzzer, oder Talker und Tablets kommen infrage. Mehrere Formen lassen sich miteinander verbinden. Rituale und Routinen geben dem Austausch einen vertrauten Rahmen.

Besonders bei Autismus und anderen Formen der Neurodivergenz spielt Unterstützte Kommunikation in unserer Arbeit eine wichtige Rolle. Wir berücksichtigen dabei auch Wahrnehmung und Körpererfahrung. Basale Stimulation und sensorische Integration können wichtige Anknüpfungspunkte sein.

So begleiten wir Unterstützte Kommunikation

Schritt 1

Kennenlernen und Befund

Wir schauen, wie sich die Person bisher mitteilt, was ihr wichtig ist und in welchen Alltagssituationen Verständigung schwerfällt.

Schritt 2

Gemeinsame Ziele

Wir besprechen, welche Möglichkeiten und Situationen im Mittelpunkt stehen sollen und beziehen wichtige Bezugspersonen ein.

Schritt 3

Passende Kommunikationswege

Wir erproben einzelne oder kombinierte Formen der Kommunikation und wählen Hilfsmittel passend zu den Fähigkeiten und Bedürfnissen aus.

Schritt 4

Übertragung in den Alltag

Eltern und andere Bezugspersonen erhalten Anregungen, damit die gewählten Kommunikationswege auch in vertrauten Routinen genutzt werden können.

Tiergestützte Begleitung

Ergänzend arbeiten wir in unserer Praxis auch tiergestützt. Nala und Keks können in geeigneten Therapieeinheiten dabei sein. Beide Hunde befinden sich noch in der Ausbildung zu Therapiehunden.

Kontakt

Gemeinsam einen passenden Weg finden

Sie möchten wissen, ob Unterstützte Kommunikation zu Ihrer Situation oder zu Ihrem Kind passt? Nehmen Sie gerne Kontakt zu unserer Praxis in Werlte auf.

FAQ

Häufige Fragen zur Unterstützten Kommunikation

Hier finden Sie kurze Antworten zur Unterstützten Kommunikation und zur Begleitung in unserer logopädischen Praxis in Werlte.

Was ist Unterstützte Kommunikation?

Unterstützte Kommunikation ergänzt die vorhandenen Möglichkeiten, sich mitzuteilen. Dazu können Gebärden, Objekte, grafische Symbole und technische Hilfen gehören.

Sie kann Kinder und Erwachsene unterstützen, wenn Lautsprache allein für die Verständigung nicht ausreicht. Welche Form geeignet ist, hängt von den Fähigkeiten und dem Alltag der Person ab.

Je nach Bedarf kommen beispielsweise Symbolkarten, Buzzer, Talker oder Tablets infrage. Verschiedene Kommunikationsformen können miteinander kombiniert werden.

Bei Kindern gibt es keine Hinweise darauf, dass Unterstützte Kommunikation die Entwicklung der Lautsprache hemmt. Sie kann zusätzliche Möglichkeiten schaffen, sich mitzuteilen. Wie sich Lautsprache entwickelt, ist individuell.

Eltern und Bezugspersonen werden einbezogen. Wir besprechen gemeinsam, welche Kommunikationsformen sinnvoll sind und geben Anregungen für vertraute Situationen und Routinen.

Wir begleiten Menschen in unserer Praxis für Logopädie in Werlte und besprechen gemeinsam, welche Unterstützung zu ihrer Situation passt.

Unsere Fortbildungen

1. Kindertherapie

  • Wortschatz 360°
  • Dysgrammatismus
  • Natürlicher Grammatikerwerb und Dysgrammatismus
  • Frühe Sprachtherapie nach Dr. Barbara Zollinger
  • Praxisorientierte Sprachanbahnung bei geistig behinderten oder stark entwicklungsverzögerten Kindern
  • Semantisch-lexikalische Auffälligkeiten bei Kindern
  • Schnittstellentherapie: Therapie bei komplexen Störungsbildern
  • Therapie der phonologischen Störungen
  • Lippen-, Kiefer-, Gaumensegelfehlbildungen
  • Diagnostik und Lese- und Rechtschreibproblemen 
  • Störungen der auditiven / phonologischen Verarbeitung
  • AVWS – Kompakt
  • Praxis der SEV-Therapie auf der Basis des Sensorischen Integration
  • Frühkindliche Reflexe – Primärreaktionen
  • LAT-AS

2. Erwachsenentherapie

  • Das MODAK-Konzept
  • Herausforderung Demenz
  • LSVT- Loud ®
  • Diagnostik und Therapie von Dysarthrien
  • Taping in der Logopädie
  • PNF
  • Melodische Intonationstherapie
  • Kognitive Dysphasien

3. Verbale Dyspraxie

  • Taktkin®
  • KoArt®
  • TOLGS 

4. Unterstützte Kommunikation

  • Fachtherapeutin Kindersprache: Autismus
  • Komm! ASS
  • Das Gespenst® – Konzept
  • Gelingende Kommunikation
  • Das Basissinn-Konzept®

5. Stimme

  • Lax Vox®
  • Stimmlippenknötchen
  • Stimmlippenparese Kompakt
  • Atemtherapeutische Intervention in der Logopädie

6. Schlucktherapie

  • Castillo Morales®
  • Manuelle Schlucktherapie®
  • Therapie des Facio-Oralen-Trakts (FOTT)
  • Mund-, Ess-, Trinktherapie (MET) im Kindesalter
  • Fütterstörung (FST) im Baby- und Kindesalter Pädiatrische Dysphagien: Therorie und Therapie bei Säuglingen und Kindern mit Schluckstörungen
  • Dysphagiediagnostik und -therapie bei ALS
  • Dysphagie im Hausbesuch
  • Diagnostik und Therapie von Dysphagien in Neurologie, Geriatrie und freier Praxis
  • Das schwierige Tracheostoma
  • Trachealkanülen Management

7. Myofunktionelle Therapie

  • Funktionelles Mundprogramm
  • NF!T® 
  • M.U.N.D.T®